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Zusammensetzung |
Etwa 60 % Bambusfasern, 30 % recycelter Kunststoff, 10 % Additive |
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Haltbarkeit / Witterungsresistenz |
Sehr witterungsbeständig, ähnlich langlebig wie hochwertige WPC- oder Harthölzer |
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Dimensionsverhalten |
Gute Formstabilität; bei Temperaturschwankungen mögliche Dehnungen |
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Pflege |
Splitterfrei, pflegeleicht, kein Lasieren oder Ölen erforderlich |
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Verlegung |
Ausreichende Hinterlüftung und leichtes Gefälle empfohlen |
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Verwendung |
Terrassen, Balkone, Fassaden, Gartenbau |
Herkunft und Charakter des Materials
BPC („Bamboo Polymer Composite“) ist ein Verbundmaterial aus fein zermahlenen Bambusfasern, Kunststoff und verschiedenen Zusatzstoffen. Diese Bestandteile werden gemischt und anschließend zu Profilen wie Terrassendielen oder Fassadenelementen extrudiert. Der Bambus stammt überwiegend aus Asien, insbesondere aus China, wo Bambus großflächig kultiviert und industriell verarbeitet wird.
Nachhaltigkeitsaspekte
BPC wird häufig als nachhaltige Alternative beworben, da Bambus schnell nachwächst und teils recycelte Kunststoffe verwendet werden. Dennoch ist das Material weder biologisch abbaubar noch sortenrein recycelbar, da die Naturfasern dauerhaft mit Kunststoff verbunden sind. Am Ende der Nutzungsdauer bleibt meist nur eine energetische Verwertung oder Deponierung möglich.
Risiken & Einschränkungen
BPC kann durch Verwitterung, Reinigung oder Nutzung Mikroplastik freisetzen, was im Garten- und Außenbereich kritisch zu sehen ist. Risse, Ausbleichungen oder Verformungen lassen sich kaum reparieren, da das Material nicht nachbearbeitet werden kann. Dunkle Profile können sich stark aufheizen, was zu Spannungen oder Materialermüdung führen kann.
Fazit
BPC ist ein funktional geeignetes Material für Außenbereiche und bietet gute Witterungsbeständigkeit. Es weist jedoch klare Grenzen hinsichtlich Recyclingfähigkeit, Reparaturfreundlichkeit und langfristiger Umweltverträglichkeit auf.
Quellen: ScienceDirect, BioResources, PandaBode, UK Food Standards Agency, INBAR – Bamboo in the Circular Economy
